Irische Bekleidung

Irische Bekleidung

Wie kleidet man sich echt im Irland-Stil? Na, ganz bestimmt nicht in schreiend grünen Golf-Klamotten (das überlässt man besser US-Touristen), und auch nicht im grenzdebilen Leprechaun-Outfit (die Patrick-Day-Verkleidung der Einfallslosen). Gut, man kann beides ja mal als Gag zwischendurch einwerfen. Aber im Alltag? Ich bitte Sie ... nein, im irischen Alltag dominiert dann doch, abgesehen von Fussball-, GAA- und Rugby-Hemden, das Understatement.

Man trägt Firmenkleidung oder „smart business casual“, Handwerkeroveralls oder auch einfach Jeans und Hemd. Am Westrand Europas nichts Neues, mag man fast sagen. Wer sich dann etwas feiner machen will, der greift zu Modetrends … oder zum traditionellen Tweed. Bevor die Hipster etwa die Tweed-Weste wieder für Stadtmenschen unter 80 Jahren wieder salonfähig machten war sie in Irland noch gar nicht so recht aus der Mode gekommen. Und was in Mitteleuropa als Opas altes Hemd im Retrochic wieder aufkam, das war auf der Insel eben das gute Leinenhemd zum Sonntag, gehegt und gepflegt. Für die Arbeit im Schweinestall konnte man schliesslich Polyester von der Stange nehmen ...